Die Dornburger Schlösser

Dornburg ist eine mittelalterliche Kleinstadt, erbaut auf einem steilen Muschelkalkfelsen 90 m hoch über der Saale. Der Ort ist durch seine drei Schlösser, das alte Schloss, das Rokokoschloss und das Renaissanceschloss, bekannt. Das alte Schloss ist am engsten mit der Geschichte der Stadt Dornburg verbunden.

Von Kaiser Otto l., erstmals im Jahre 937 urkundlich erwähnt, diente die Burg den Ottonen als Pfalz und war häufig Objekt von dynastischen Auseinandersetzungen. Gegen Ende des 10. Jahrhunderts wurden hier mehrere Reichstage abgehalten. Das Schloss erhielt seine heutige Gestalt im Wesentlichen im 15. Jahrhundert. Heute, nach einer aufwendigen Sanierung und Restaurierung durch die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, wird das Schloss von der Friedrich Schiller Universität Jena als Tagungszentrum genutzt.

Das Rokokoschloss

Das Rokokoschloss das jüngste der drei Schlösser, wurde im Auftrag des Herzogs Ernst August von Sachsen-Weimar-Eisenach errichtet und nach 11-jähriger Bauzeit, im Jahre 1747 fertig gestellt. Sein Ururenkel, der Großherzog Carl Alexander (1818-1901), verweilte oft hier in Dornburg und feierte seine Geburtstage im hiesigen Schlosse im Beisein mehrerer Fürstlichkeiten. Der Kriegerverein, die Schützen und die ganze Kirchgemeinde zogen mit Musik und Fahnen durch den Schlossgarten und brachten dem sichtlich erfreuten Landesvater ihre Geburtstagshuldigung dar. Alljährlich am letzten Wochenende im Juni wird mit dem Dornburger Kinder- und Rosenfest an des Herzogs Geburtstag erinnert. Das Rokokoschloss, oder das neue Schloss wie Goethe es nannte, wurde als Jagd- und Lustschloss konzipiert. Es gehört zu den bedeutendsten Barockbauwerken Mitteldeutschlands und bietet neben der historischen Einrichtung eine bemerkenswerte Porzellansammlung.

Das Renaissanceschloss

„Freudig trete herein und froh entferne dich wieder! Ziehst du als Wanderer vorbei, segne die Pfade dir Gott!“ Mit diesem von Goethe übersetzten Spruch über dem Schlosseingang werden die Besucher begrüßt. Das Schloss selbst wurde im Jahre 1540 als Rittergut erbaut. Der Großherzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach kaufte 1824 das Anwesen und baute es nach seinen Bedürf- nissen um. Goethe, der ein Freund des Herzogs war, verbrachte hier zuletzt im Jahre 1828 den Sommer. Leider sind die Zimmer, die Goethe bewohnte, nicht mehr original eingerichtet.

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